25. – 30. juli 2026
KmfSylt 2026 – Back to Imagination
25. samstag
SCENES FROM CHILDHOOD
14 Uhr
Keitum
Kontorhaus
Konzert ausschließlich für Mitglieder des Freundeskreises
unter anderem:
Peteris Vasks // Sonata estiva
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Über das Programm
folgt bald
Kurzfristige, geringfügige Programmänderungen vorbehalten
THE AGE OF PLAY
20 Uhr
Westerland
St. Nicolai
Eröffnungskonzert
THE AGE OF PLAY – Zeit zu spielen
Benjamin Britten
Simple Symphony
Peteris Vasks
Geschichten aus Kindertagen // Uraufführung
Paul Schoenfield
Trio für Klarinette, Violine und Klavier
– Pause –
Robert Schumann
Kinderszenen op. 15
Carl Nielsen
Die Kinder spielen aus Die Mutter
Olli Mustonen
Nonett II
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Über das Programm
Das Eröffnungskonzert taucht in die Welt der Kindheit ein, wo Leichtigkeit und Unbeschwertheit herrscht – in jene Zeit, in der das Spielen nicht Zerstreuung, sondern Welterkenntnis ist. In eine Zeit, die nur im Hier und Jetzt stattfindet und alles außerhalb des Spielens nicht mehr existieren lässt. Dieser „Sommerabend“ wird nie wieder so sein, aber er bleibt für immer! Eine Zeit, in der nur das Glücklichsein zählt.
Der zwanzigjährige Benjamin Britten blickt auf sein neunjähriges Ich zurück: Jeder Satz der „Simple Symphony“ schöpft aus Material, die Britten als Kind geschrieben hat. Er zitiert es nicht nur, sondern verwandelt es in eine größere Form, ohne ihm seine Spontaneität zu nehmen. Es ist Kindheitsmusik im doppelten Sinne: geschrieben von einem Kind und in Erinnerung behalten von einem, der kein Kind mehr ist.
Paul Schoenfields Musik, so sein Trio, lässt sich keinem Genre eindeutig zuordnen: Seine Musik wirkt vertraut, wie ein Lied, das man zu kennen glaubt, ohne es je gehört zu haben, aber doch neu, als entstünde es im Moment.
„War es wie ein Nachklang von deinen Worten einmal wo du mir schriebst, ich käme dir auch manchmal wie ein Kind vor“, schrieb Robert Schumann an seine geliebte Clara über die Kinderszenen im März 1830. Es handelt sich dabei weniger um Stücke für Kinder, sondern vielmehr um poetische Beschwörungen der Kindheit, wie sie sich ein Erwachsener an sie erinnert. Zwischen den unzähligen Kinderalben in der Klavier-Literatur gehören sie zweifellos in den ersten Rang.
Das kleine Charakterstück Nielsens ist wie ein kleines Märchen für Soloflöte. In kaum drei Minuten fängt es die ganze Welt des kindlichen Spiels ein – seine Freiheit, seine plötzlichen Richtungswechsel, seine ungezwungene Freude. Eben Kinder, die in ihre eigene Welt versunken spielen, unberührt von dem, was um sie herum geschieht.
Das schillernde Nonett des finnischen Komponisten Olli Mustonen ist von mitreißender rhythmischer Energie und spielerischer Bewegungen geprägt. Das emotionale Herzstück des Werks ist wohl der wunderschöne schubertsche langsame dritte Satz, dem aber letztendlich die enthusiastische Lebhaftigkeit des vierten Satzes folgt.
Kurzfristige, geringfügige Programmänderungen vorbehalten
26. sonntag
(REINVENTING) STORIES
12 Uhr
Keitum
Sylt Museum
(REINVENTING) STORIES – Es war einmal…
Sergei Prokofjew
March aus Musik für Kinder op. 65
J. S. Bach / Gaspar Hoyos
Allemande aus Partita A-Moll BWV 1013 / Alemana Latina
W. A. Mozart
Klarinetten-Quartett in F-Dur op. 79
nach dem Klaviertrio in G-Dur KV 496
Olli Mustonen
Anderseniana
György Kurtág
Zeichen, Spiele und Botschaften
Gioachino Rossini
Wilhelm Tell Ouvertüre für Flöte und Streichtrio
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Über das Programm
Märchen, Fabeln und alle möglichen Geschichten begleiten uns, seit wir denken können. Kinder lauschen ihnen, beginnen dann selbst sie zu erzählen; und irgendwann fangen sie vielleicht an, sie zu verändern. Da wird etwas hinzugefügt – oder weggelassen, wenn es nicht passt – so entsteht etwas Eigenes aus dem, was schon da war.
Das Arrangement ist dabei eine musikalische Form dieses Spiels. Prokofjews Marsch aus seiner Kindermusik für Klavier erscheint hier in der Bearbeitung für Solo-Cello von dem Cellisten Piatigorsky. Und Rossinis berühmte Wilhelm-Tell-Ouvertüre kommt hier als Flöten- und Streichtrio-Version einer Bearbeitung aus dem 19. Jahrhundert auf die Bühne – die Geschichte bleibt dieselbe, die Erzählerstimmen aber sind andere.
Johann André gibt auch Mozarts Klaviertrio eine neue Gestalt: Als Streichquartett klingt es, als hätte jemand dasselbe Märchen in einer anderen Sprache erzählt. Gaspar Hoyos, kolumbianischer Flötist, verwandelt das barocke Tanzstück der Allemande aus der Partita für Solo-Flöte in ein Duo voll Lateinamerikanischem Tanz-Flair. Als würde eine alte Erzählung ins Hier und Jetzt übersetzt.
Doch Geschichten müssen nicht immer aus der Musik selbst kommen. Olli Mustonen verleiht in seinen „Anderseniana“ literarischen Märchen Hans Christian Andersens eine Klangwelt, in der er die Charaktere der Geschichten musikalisch nachmalt.
György Kurtágs „Signs, Games and Messages“ stehen hier als Hommage an den 100. Geburtstag des noch lebenden ungarischen Komponisten als kleine Randnotizen im Programm: kurze, aphoristische Miniaturen, die wie Fragmente von Geschichten wirken – ganz so, wie Kinder Geschichten weiterspinnen, manchmal ohne je ein Ende zu finden.
Kurzfristige, geringfügige Programmänderungen vorbehalten
DREAMS & LULLABIES
17 Uhr
Westerland
Dorfkirche St. Niels
DREAMS & LULLABIES – Das Theater der Träume
Claude Debussy
Claire de lune aus Suite Bergamasque
Peteris Vasks
The Fruit of Silence
Erstaufführung für Flöte und Streichquintett
Robert Schumann
Märchenbilder
Benjamin Britten
A Charm of Lullabies op. 41
Johannes Brahms
5 Lieder op. 49
Dmitri Kabalewski
30 Stücke für Kinder op. 27
Peter Tschaikowsky
Kinderalbum op. 39
W. A. Mozart
Zwölf Variationen in C Dur über das Lied „Ah, vous dirai-je, Maman“
Osvaldo Golijov
Lullaby and Doina
Valentin Silvestrov
The Messenger
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Über das Programm
Das Mondlicht des „Claire de lune“, das über alles einen silbrigen Schimmer legt, öffnet die Tür zu einer anderen Welt. Kinder brauchen wie niemand anderes Begleitung mit Wiegenliedern oder Märchen zum Übergang in dieses Reich der Träume.
Und so tut sich eine Reihe voller zarter und umarmender Stücke auf: Die Intimität eines Vasks, die Zartheit eines Brahms’schen Wiegenliedes, vielleicht das Bekannteste überhaupt, oder die typische Leichtigkeit Mozarts in der Melodie „Twinkle, Twinkle, Little Star“, die allen Kindern vertraut ist und sicherlich Generationen von ihnen in den Schlaf gewiegt hat… Das sind alles Zutaten, die zur Stimmung eines Wiegenliedes gehören. Aber hier und da können auch Lullabies nicht vor dem bewahren, was Böses in den nächtlichen Träumen lauern kann: Die drei ausgewählten Lieder aus dem abwechslungsreichen Zyklus Brittens sind in Musik und Geschichten nicht spannungsfrei; Golijovs Stück nimmt nach einem delikaten Anfang eine immer bedrohlichere Stimmung an.
Ein ebenso leises, schwebendes Klavierspiel schließt das Konzert. Die Musik in Silvestrovs Stück, das an Mozart erinnert, ohne ihn zu zitieren. Es klingt wie das zarteste Schlaflied: zerbrechlich, keine große Geste, nur ein stilles, beharrliches Weiterklingen – als ob die Musik selbst nicht enden, sondern sich nur langsam entfernen wollte.
Kurzfristige, geringfügige Programmänderungen vorbehalten
KmfSylt to go
20 Uhr
Westerland
Wyn Standhotel
KmfSylt to go
Kommt vorbei und genießt einen lockeren Moment Musik mit einigen der Festivalmusiker*innen.
Dieses Mal in der Sky Lounge des Wyn Hotels hoch oben über dem Weststrand.
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Über das Programm
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Kurzfristige, geringfügige Programmänderungen vorbehalten
MARIONETTES
21:30 Uhr
Westerland
Dorfkirche St. Niels
MARIONETTES – Eine ganze Welt zwischen den Fäden
Improvisationen zu Stummfilmen
Alfred Zeisler
Die große Liebe einer kleinen Tänzerin (1924)
Peteris Vasks
Sommerabendmusik
Georges Méliès
Le voyage dans la lune (1902)
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Über das Programm
Ein wenig erschreckend vielleicht zu Anfang, aber schnell vollkommen in den Bann gezogen: Das ist die Welt der Marionetten für Kinder, wo kein Gedanke an die Fäden oder die Handwerklichkeit des Puppenspielers verschwendet wird.
An diesem Sommerabend improvisiert ein Pianist zu zwei surrealen Stummfilm-Geschichten vom Anfang des letzten Jahrhunderts: zunächst eine Tänzerin in der lebendigen und doch eigenartig leer wirkenden Welt eines Jahrmarktes. Dann die abenteuerliche Reise zum Mond, in der die Figuren ebenfalls fast ein wenig marionettenhaft aussehen in ihrer übertriebenen Gestik und gleichzeitiger Unbeholfenheit.
Kurzfristige, geringfügige Programmänderungen vorbehalten
27. montag
DISCOVERIES
11:30 Uhr
Klappholttal
Akademie am Meer
DISCOVERIES – Alles neu!
Béla Bartók
Auswahl aus Für Kinder Sz. 42
Georges Bizet
Jeux d’enfants
Dmitri Schostakowitsch
Klaviertrio op. 8 Nr. 1
Peteris Vasks
Aria e Danza
Guillaume Connesson
Sextuor
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Über das Programm
Jeder Tag etwas Neues, jeder Klang eine Entdeckung, jedes Spiel ein neues Abenteuer. All das, was letzendlich Teil von uns wird. Eine Matinée gewidmet der kindlichen Entdeckungsfreude.
Wie ebensolche kleinen Entdeckungen kommen die kurzen, schlichten Klavierstücke von Bartók daher; althergebrachte Spiele, die jedes Kind lernt, wie Schaukel, Kreisel und Seifenblasen vertont Bizets in den „Jeux d’enfants“.
Kein Kind mehr, doch noch ein sehr junger Schostakowitsch befasst sich mit der Komposition seines ersten Klaviertrios und stellt kurze Gedanken in verschiedenen Charakteren vor.
Guillaume Connessons Sextett für eine eigenwillige Besetzung ist geschrieben zum Jahreswechsel. Es öffnet es den Blick auf ein noch unbekanntes Jahr: alles offen, alles möglich, alles neu!
Kurzfristige, geringfügige Programmänderungen vorbehalten
KmfSylt to go
15 Uhr
Westerland
Rathaus
KmfSylt to go
Kommt vorbei und genießt einen lockeren Moment Musik mit einigen der Festivalmusiker*innen.
Dieses Mal im alt-ehrwürdigen, holzvertäfelten Foyer des gründerzeitlichen Rathauses der Gemeinde Sylt.
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Über das Programm
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Kurzfristige, geringfügige Programmänderungen vorbehalten
GROWING (UP)
20 Uhr
Morsum
St. Martin
GROWING (UP) – Die Zukunft
Joseph Haydn
Streichquartett op. 76 „Sonnenaufgang“
Claude Debussy
Syrinx
Jan van Gilse
Trio für Flöte, Violine und Viola
– Pause –
Samuel Coleridge-Taylor
Klarinettenquintett in Fis-Moll op. 10
Peteris Vasks
Streichquartett Nr. 4
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Über das Programm
Die Natur, seit jeher wesentliche Inspirationsquelle und Schaffensgrund für Pēteris Vasks, steht heute Abend im Fokus: Als Spiegel des Werdens trägt sie immanent das Konzept von Zukunft in sich. Genau wie Kinder, die wachsen, die erwachsen, die aus der Kindheit hinauswachsen – sie sind das Künftige.
Haydns Streichquartett ist nicht nur ein Bild der Natur, sondern ein Bild des Anfangs (und des Werdens). Ikonisch sein Beginn: Aufsteigende Violinen-Phrasen auf einem liegenden Akkord sind das schönste musikalische Gemälde eines Sonnenaufgangs, ebendarum wurde es so betitelt.
Das fürs Flötenrepertoire nicht zu missende „Syrinx“ von Debussy über eine Nymphe in idyllischer Natur geht ins äußerst selten gespielte Trio von Jan van Gilse über. Hier beginnt die Flöte für sich mit einem an Vögel erinnernden Gesang, bevor eine Violine und Viola hinzustoßen und das Stück später gemeinsam ins Spielerische ziehen, ins Unbeschwerte, in die kindliche Ausgelassenheit.
Sanfte, landschaftliche Farben entstehen im Larghetto des Klarinettenquintetts von Samuel Coleridge-Taylor, das jene Wärme in sich trägt, die an eine pastorale Stimmung erinnert; Diese Ruhe und Harmonie begleitet auch Vasks‘ viertes Streichquartett – wobei sich hier das idyllische Bild in den mittleren Sätzen verdunkelt. Denn Wachstum und Zukunft kennen auch eine andere Seite: jene, die fragt, was vom Natürlichen bleibt, wenn der Mensch seinen Lauf nimmt. In Vasks‘ Musik spiegeln sich Schönheit und Bedrohung, das Erblühen und die Erschöpfung der Natur zugleich.
Kurzfristige, geringfügige Programmänderungen vorbehalten
28. dienstag
FABULOUS JOURNEYS
12 Uhr
Westerland
St. Niels
FABULOUS JOURNEYS – Wunder und Neugier
Georg Philipp Telemann
Suite in D-Dur „Gullivers Reisen“ TWV 40:108
Peteris Vasks
Sommertänze
Ralph Vaughan Williams
Songs of travel
Lili Boulanger
Le Retour
W. A. Mozart
Allegro in F-Dur K 1c aus Nannerls Notenbuch
Ludwig v. Beethoven
Zwölf Variationen über ‚Ein Mädchen oder Weibchen‘
Peteris Vasks
Bass Trip
– Pause –
Francis Poulenc
L’Histoire de Babar, le petit éléphant
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Über das Programm
Es gibt wundersame Reisen, die man nicht mit dem Körper antritt, sondern mit der Fantasie – die wahr sind, wenn man die Welt umdreht und gerade deshalb weiter führen als jede andere; ihre beste Reiseroute ist das Staunen der Kinder.
Ein Land von Zwergen und Riesen, große Probleme über Kleinigkeiten oder gelehrte Pferde, die über tierhafte Menschen herrschen: Dies ist die surreale Welt, in die Gulliver auf seiner Reise gerät.
Bei Vaughan Williams ist alles, was der Vagabund sucht ‚der Himmel über ihm und der Weg unter ihm‘: Nicht das Ankommen ist das Ziel, sondern das Unterwegs sein; oder doch? Nach der wahrlich fantastischen Odyssee als Hintergrundgeschichte in Lili Boulangers „Le Retour“ setzt der Protagonist die Segel, der geliebten Heimat Ithaka entgegen.
Beethoven schreibt Variationen über ein Thema, das von allen Klassikliebhaber*innen sofort erkannt wird. Es stammt aus der Zauberflöte, vielleicht die verückteste Reise der Operngeschichte: Figuren halb Vogel halb Mensch, Mutproben zwischen Wasser und Feuer, magische Instrumente, die die wildesten Tiere und Bösewichte zähmen… Diese Melodie hatte sich Mozart bereits mit fünf Jahren ausgedacht (!) und sein Vater Leopold sollte sie bald seinem Notenbuch für Kinder hinzufügen.
„Bass Trip“ ist die Reise eines Instruments, das selten im Rampenlicht steht, nun aber allein aufbricht. Der Solist am Kontrabass erlebt wahrlich ein Abenteuer von lyrischer Ruhe bis wilder Virtuosität, an dessen Ende er sich sogar selbst begleitet…
Als der kleine Elefant Babar bei Poulenc aus dem Dschungel fliehen muss und von einer reichen alten Dame in der Stadt aufgenommen wird, lernt er das Leben der Menschen kennen: Er trägt Anzüge, fährt Auto, geht ins Theater und in die Schule… für Kinder so selbstverständlich real, wie der Boden unter den Füßen.
Kurzfristige, geringfügige Programmänderungen vorbehalten
DER KOMPONIST UND SEIN HIMMEL
15 Uhr
List
Erlebniszentrum Naturgewalten
DER KOMPONIST UND SEIN HIMMEL – Filmvorführung
Der Film porträtiert den lettischen Komponisten Pēteris Vasks, Composer in Residence des Kammermusikfest Sylt 2026 in einer einfühlsamen Dokumentation, die tief in dessen Klangwelt und Gedankenwelt eintaucht. Im Mittelpunkt steht ein Künstler, der Musik als spirituelle Botschaft begreift – als Hoffnungszeichen in einer von Bedrohung und Vergänglichkeit geprägten Welt. Der Film verbindet Konzertaufnahmen und Naturbilder mit persönlichen Begegnungen und zeichnet so das Porträt eines Menschen, dessen Himmel stets über seinen Noten zu leuchten scheint.
Am 28. Juli findet im Anschluss an die Vorführung um 15 Uhr ein Gespräch mit dem Regisseur des Films, Holger Vogt, statt.
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Über das Programm
Es gibt wundersame Reisen, die man nicht mit dem Körper antritt, sondern mit der Fantasie – die wahr sind, wenn man die Welt umdreht und gerade deshalb weiter führen als jede andere; ihre beste Reiseroute ist das Staunen der Kinder.
Ein Land von Zwergen und Riesen, große Probleme über Kleinigkeiten oder gelehrte Pferde, die über tierhafte Menschen herrschen: Dies ist die surreale Welt, in die Gulliver auf seiner Reise gerät.
Bei Vaughan Williams ist alles, was der Vagabund sucht ‚der Himmel über ihm und der Weg unter ihm‘: Nicht das Ankommen ist das Ziel, sondern das Unterwegs sein; oder doch? Nach der wahrlich fantastischen Odyssee als Hintergrundgeschichte in Lili Boulangers „Le Retour“ setzt der Protagonist die Segel, der geliebten Heimat Ithaka entgegen.
Beethoven schreibt Variationen über ein Thema, das von allen Klassikliebhaber*innen sofort erkannt wird. Es stammt aus der Zauberflöte, vielleicht die verückteste Reise der Operngeschichte: Figuren halb Vogel halb Mensch, Mutproben zwischen Wasser und Feuer, magische Instrumente, die die wildesten Tiere und Bösewichte zähmen… Diese Melodie hatte sich Mozart bereits mit fünf Jahren ausgedacht (!) und sein Vater Leopold sollte sie bald seinem Notenbuch für Kinder hinzufügen.
„Bass Trip“ ist die Reise eines Instruments, das selten im Rampenlicht steht, nun aber allein aufbricht. Der Solist am Kontrabass erlebt wahrlich ein Abenteuer von lyrischer Ruhe bis wilder Virtuosität, an dessen Ende er sich sogar selbst begleitet…
Als der kleine Elefant Babar bei Poulenc aus dem Dschungel fliehen muss und von einer reichen alten Dame in der Stadt aufgenommen wird, lernt er das Leben der Menschen kennen: Er trägt Anzüge, fährt Auto, geht ins Theater und in die Schule… für Kinder so selbstverständlich real, wie der Boden unter den Füßen.
Kurzfristige, geringfügige Programmänderungen vorbehalten
GREAT FEARS
20 Uhr
Kampen
Kaamp Hüs
GREAT FEARS – Von Wölfen und anderem Grusel
Sergei Prokofjew
Peter und der Wolf
Arr. Tatjana Nikolajewa
Giovanni Sollima
Alone
Henriëtte Bosmans
Le diable dans la nuit
Igor Strawinsky
Histoire du soldat
– Pause –
Pēteris Vasks
Klavierquartett
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Über das Programm
Kindliche Ängste sind so alt wie die Menschheit selbst: Auch wenn man als Erwachsener nur noch darüber schmunzelt: Das gefährliche, wilde Tier, die Dunkelheit hinter dem Fenster, das Monster unterm Bett, das Alleinsein… – sie ziehen sich durch alle Zeiten und Kulturen und sind natürlich seit jeher auch Inspiration für Komponist*innen gewesen.
So der böse Wolf als Stereotyp für die Gefahren, die in der Umwelt lauern in Prokofjews überaus bekanntem musikalischem Märchen: Der Vogel flieht fliegend davon, die Katze rettet sich auf einen Baum, die Ente schafft es nicht und wird gefressen; doch der tapfere Junge Peter fängt die Bestie. Das Alleinsein in Sollimas gleichnamigem Stück, das sich durch das Cello Bahn bricht, trägt einerseits Einsamkeit in sich und drückt anderseits in virtuoser Schnelligkeit fast Panik aus.
Oder die alte Volksüberlieferung von einem Pakt mit dem Teufel, bei dem man nie ganz zurückbekommt, was man gegeben hat: Strawinsky erzählt von einem Soldaten, der seine Geige – seine Seele – gegen ein Zauberbuch tauscht, das ihn reich machen soll. Doch er verliert alles: Zeit, Heimat, sich selbst.
Das Klavierquartett von Pēteris Vasks ist eines seiner tiefgründigsten Werke. Über eine halbe Stunde entfaltet es etwas, das den Zuhörenden wie ein Universum aus Ängsten und Gefahren erscheint und in seiner emotionalen Spannung und Qual nur fesseln kann. Seine Wucht und Kraft wirken geradezu hammerschlagartig.
Kurzfristige, geringfügige Programmänderungen vorbehalten
29. mittwoch
IT’S MAGIC!
11 Uhr
Morsum
Muasem Hüs
IT’S MAGIC! – Faszination Superkraft
Felix Mendelssohn
Kinderstücke op. 72
Sofia Gubaidulina
Musikalisches Spielzeug
Claude Debussy
Serenade for the Doll aus Children’s corner
Danse de la Poupée aus La Bôite à joujoux
Arr. Léon Roques
Dmitri Schostakowitsch
Tänze der Puppen
Eduard Poldini
La poupée valsante aus Marionettes
Arr. Fritz Kreisler
Peteris Vasks
Drei Stücke für Klarinette und Klavier
Claude Vivier
Pièce pour violon e clarinette
Paul Dukas
L’Apprenti sorcier
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Über das Programm
Wer hat als Kind nicht in den großen Himmel geschaut und die Wolken sich magisch verwandeln sehen. Wer hat als Kind nicht irgendetwas um sich herum zum Leben erweckt. Wer hat sich als Kind nicht von Superkräften und Magie entführen lassen…
Ist das etwa wahr? Ein verzaubertes Karussell und musizierende Bären im musikalischen Spielzeug Sofia Gubaidulinas; Kuscheltiere, die eine Stimme erhalten oder Puppen, die tanzen, wenn wir nicht hinschauen; unheimliche Machenschaften oder ein magischer Zaubertrank, der zuzubereitet wird … Lassen Sie sich von der Musik entführen und in Ihrer Vorstellung wird das alles wirklich wahr!
Den Abschluss bildet ein Werk, bei dem die Magie außer Kontrolle gerät: Paul Dukas‘ „L’Apprenti sorcier“. Der Zauberlehrling, der die Mächte, die er rief, nicht mehr zu bändigen weiß. Die Superkraft als Versprechen und als Gefahr, als Kindheitstraum und als Mahnung: Magie will gelernt sein.
Kurzfristige, geringfügige Programmänderungen vorbehalten
KmfSylt to go
18:30 Uhr
Westerland
Roy
KmfSylt to go
Kommt vorbei und genießt einen lockeren Moment Musik mit einigen der Festivalmusiker*innen.
Dieses Mal im stylishen Laden von Roy und Simone mitten in der Westeränder Innenstadt.
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Über das Programm
folgt bald
Kurzfristige, geringfügige Programmänderungen vorbehalten
LITTLE ANGELS
21 Uhr
Klappholttal
Akademie am Meer
LITTLE ANGELS – Vaterliebe
Dmitri Schostakowitsch
Kinderalbum op. 69
Alexander Skrjabin
Mazurka op. 25 Nr. 2
Carl Philipp Emanuel Bach
Dance movements in G
Matan Porat
Waltz for Bill
Helmut Lachenmann
Ein Kinderspiel
Ethel Smyth
Four Songs
Clara Schumann
Drei Romanzen
– Pause –
Gustav Mahler
Kindertotenlieder
Peteris Vasks
Drei traurige Stücke
Mieczysław Weinberg
Kinderheft Nr. 1 op. 16
Bedřich Smetana
Klaviertrio in g-Moll op. 15
Arvo Pärt
Für Alina
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Über das Programm
Ein Perspektivwechsel: Ein Konzert nun einmal nicht durch die Augen der Kinder betrachtet, sondern durch jene der Erwachsenen – Hier geht es um die unvergleichlich Elternliebe.
Das Kinderalbum von Schostakowitsch, speziell für seine Tochter geschrieben, erklingt abwechselnd mit einigen Tänzen, die Matan Porat für seine neugeborene Tochter 2023 in seinem Album „Dances for Zoe“ eingespielt hat. Noch vor Robert Schumann war die entscheidende Figur für die künstlerische Laufbahn Clara Schumanns ihr Vater Friedrich Wieck. Er war es, der ihr, verbunden mit einem umfassenden Kontrollanspruch, die bestmögliche künstlerische Förderung zuteilwerden ließ; Ethel Smyth fand wiederum Unterstützung und väterliche Figuren in zwei der namhaften Komponisten ihrer Zeit, Brahms und Tschaikowsky, die an ihr Talent glaubten und sie ermutigten.
Hintergrund für den zweiten Teil des Konzerts ist der Verlust von Kindern, der fraglos einer der größten Schmerzen ist, die man sich vorstellen kann und der vielfach durch überaus emotionale Musik verarbeitet wurde. Mahler vertont Gedichte von Friedrich Rückert, der sein Leben lang die Trauer um zwei früh verstorbene Kinder verarbeitete; Im mittleren Satz des höchst intensiven Klaviertrios Smetanas, geschrieben für seine verstorbene vierjährige Tochter, erklingen wie in Erinnerung an sie melancholische Schlaflieder sowie ein erdrückender Trauermarsch; Weinbergs Musik ist tief geprägt von der Erfahrung des Krieges – damit richtet sich ein Gedanke an die viel zu zahlreichen Kinder, die unschuldig zu Opfern Gewalt der Erwachsenenwelt werden.
Wenige Töne und viel Stille schließen diesen musikalischen Block mit Pärts „Für Alina“: Als klinge darin ein kleiner Engel nach, der sich, allem Schmerz entledigt, leichtfüßig für immer in den Himmel davonträgt.
Kurzfristige, geringfügige Programmänderungen vorbehalten
30. donnerstag
THE SENSE OF TIME
12 Uhr
Hörnum
St. Thomas
THE SENSE OF TIME – Das ewige Warten
Peteris Vasks
Trīs skatieni / Drei Blicke
Peter Iljitsch Tschaikowsky
Die Jahreszeiten
Arcangelo Corelli
Concerto grosso per la notte di Natale
Alfred Schnittke
Stille Nacht
Aram Khachaturian
Kinderalbum, Band 1 ‚Bilder der Kindheit‘
Peter Heidrich
Variations on „Happy Birthday“
Amy Beach
Children’s Carnival
Darius Milhaud
Scaramouche Suite
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Über das Programm
Es gibt eine Art von Zeit, die Erwachsene kaum noch kennen: jene zähe, schier endlose Dehnung, in der ein einziger Dezembertag eine gefühlte Ewigkeit dauern kann.
Das Kind, das sehnlichst auf Weihnachten wartet, dem der Geburtstag nicht schnell genug kommen kann, das den endlosen Sommer genießt, das kaum aushält, bis es endlich das Karnevalskostüm anziehen darf: alles, was bei uns Erwachsenen (leider!) in einem Wimpernschlag vorbeigeht – und wo die Zeit vielmehr Erinnerung und Sehnsucht bedeutet.
Zu Beginn ein ungewöhnliches Werk von Pēteris Vasks, das mit der Wahrnehmung der Zeit spielt; Tschaikowsky unterteilt das Jahr in seine zwölf Monate und fängt den Geist eines jeden ein; Corelli schreibt ein Concerto grosso für die Weihnachtsnacht, auf die man so lange gewartet hat; Schnittke macht sich einen Spaß daraus, das ikonischste aller Weihnachtslieder scherzhaft zu bearbeiten.
In seinem Kinderalbum vertont Khatschaturjan ein Geburtstagsfest. „Happy Birthday to you“ erklingt durch Peter Heidrichs amüsante Variationen in den verschiedensten Musikstilen; Amy Beach zeichnet die bekannte Masken der Commedia dell’arte in ihrem „Children’s Carnival“ nach; ebenso tut es Milhaud mit der Figur Scaramouche, großsprecherisch und selbstverliebt und feige trotz aller Prahlerei.
Kurzfristige, geringfügige Programmänderungen vorbehalten
BESTIES
20 Uhr
Keitum
Friesensaal
Abschlusskonzert
BESTIES – Eine Parade tierischer Freunde
Robert Schumann
Vogel als Prophet aus Waldszenen op. 82
Peteris Vasks
Landschaft mit Vögeln
Georges Enescu
L’oiseau en cage et le coucou au mur aus Impressions d’enfance op. 28
Sergei Prokofjew
Vogelthema aus Peter und der Wolf
Domenico Scarlatti
Sonate in g-Moll K. 30 „Katzenfuge“
Eric Coates
Bird Songs at Eventide
Jean-Philippe Rameau
Le Rappel des Oiseaux aus Suite in e-Moll
François Schubert
Die Biene aus 12 Bagatelles
Béla Bartók
Mückentanz aus 44 Duos
Olivier Messiaen
Abîme des oiseaux aus Quatuor pour la fin du temps
Pablo Casals
Song of the Birds
Edvard Grieg
Vöglein aus Lyrische Stücke op. 43
Feliksas Bajoras
Karnavalas Nr. 6
Erwin Schulhoff
Bassnachtigall
Aaron Copland
I bought me a cat aus Old American Songs
Peteris Vasks
Plainscapes
– Pause –
Maurice Ravel
Ma mère l’oye
Camille Saint-Saëns
Der Karneval der Tiere
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Über das Programm
Eine äußerst vielfältige Vogelwelt, von Zeit zu Zeit durch andere Tiere unterbrochen, strömt in den Konzertsaal – mal poetisch, mal lustig, aus der Salonmusik oder aus der feinsten Klassik…
Gegen Ende von Vasks „Plainscapes“ drückt die extatische Steigerung eine Vision des aufbrechenden Tages und der erwachenden Natur mit ihrem vielstimmigen Vogelgesang aus.
Im zweiten Teil geht es sodann in märchenhaftem Ton weiter mit Ravels „Meine Mutter, die Gans“ bis die bunt-prächtige und populärste Parade der Tiere überhaupt das Finale des Festivals bildet.
Eine feierliche Darstellung der besten Verbündeten der Kinder, die sie auf gleicher Augenhöhe sehen und so ihre wahrlich besten Freunde sind.
Kurzfristige, geringfügige Programmänderungen vorbehalten
Programmzeitung
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Tickets
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