festival ensemble
unter anderem mit
Pēteris Vasks
Composer in Residence
Der lettische Komponist Pēteris Vasks wurde 1946 geboren. Zunächst studierte er Kontrabass am Konservatorium in Vilnius und spielte in verschiedenen bedeutenden Orchestern seiner Heimat – so im Orchester der Lettischen Nationaloper, dem Litauischen Philharmonischen Orchester, im Lettischen Philharmonischen Kammerorchester und im Lettischen Rundfunk- und Fernsehorchester. Bereits im Alter von zehn Jahren komponierte er ein erstes Chorlied, um dem Leid von Menschen, die von der sowjetischen Fremdbesatzung in Straflager verschleppt worden waren, Ausdruck zu verleihen. Ab 1973 studierte er in Riga Komposition. Er lernte die Musik der polnischen Avantgarde kennen, ein Ausreiseverbot hinderte ihn aber zunächst daran, als Künstler den Anschluss an die internationale Musikszene zu suchen. Diese Erfahrung der Unfreiheit in der Sowjetunion ist in seinem Schaffen bis heute präsent. Inhaltlich setzt er sich oft mit der Natur auseinander, wobei es ihm dabei vor allem um die gegenseitige Beeinflussung und das Miteinander von Mensch und Natur, den Sinn für das Schöne sowie um die drohende ökologische Krise geht. „Ich will der Seele Nahrung geben“, so Vasks. Seine Kompositionen greifen archaisch-folkloristische Elemente der lettischen Musik auf und setzen sie in eine spannungsreiche Beziehung zur zeitgenössischen Musiksprache – verbunden mit einem tief mystischen Ausdruck.
mehr...
Pēteris Vasks unterrichtete lange Zeit am Konservatorium Riga das Fach Komposition, bevor er als freischaffender Komponist tätig wurde. Er zählt zu den bekanntesten Komponist*innen aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Schwerpunkte in seinem Schaffen bilden Chorwerke und Kammermusik in unterschiedlicher Besetzung. Herauszuheben sind auch seine beiden Violinkonzerte „Fernes Licht“ (1997) und „Einsamer Engel“ (2006), die er für den Violinisten Gidon Kremer komponiert hat. Sein Konzert für Violoncello „Presence“ wurde durch Sol Gabeta im Jahr 2012 uraufgeführt. Das umfangreiche Oevre von Pēteris Vasks wird weltweit aufgeführt und geachtet.
Für seine Kompositionen erhielt er dreimal den „Großen Musikpreis Lettlands“, 1993 für „Litene“, 1998 für das Violinkonzert „Fernes Licht“ und 2000 für seine 2. Sinfonie. Vasks ist Ehrenmitglied der Lettischen Akademie der Wissenschaften, er erhielt den Herder-Preis der Alfred Toepfer Stiftung, den Staatlichen Kulturpreis der Republik Lettland, den Preis der Europäischen Kirchenmusik, den Istanbul Music Festival Lifetime Achievement Award, er wurde in die Königlich Schwedische Musikakademie aufgenommen und zum Ehrensenator der Lettischen Kulturakademie Riga ernannt. Der „Opus Klassik“ hat ihn zum Komponisten des Jahres 2022 gekürt und 2006 wurde sogar der „Asteroid (16513) Vasks“ nach ihm benannt.
Am 16. April 2026 begeht Pēteris Vasks seinen 80. Geburtstag. Mit zahlreichen Jubiläumskonzerten feiert ihn die internationale Musikwelt. So widmet sich das Bayrische Rundfunkorchester mit dem Chor des Bayrischen Rundfunks am 17. April 2026 in München einem großen Geburtstagskonzert mit einer Auswahl seiner Werke zu seinen Ehren. Der Staatliche akademische Chor „Latvija“ lud bereits im November 2025 zu einem Konzert in Ventspils (Lettland) mit dem Titel „Die Frucht der Stille“ ein, das ebenfalls seinem 80. Geburtstag gewidmet war. Das Konzert wird später auf dem renommierten europäischen Kulturfernsehsender ARTE ausgestrahlt. Eine besondere Ehre also, ihn zu seinem Jubiläumsjahr auch beim Kammermusikfest Sylt als Composer in Residence begrüßen zu dürfen.
Pablo Barragán
Klarinette
Der Klarinettist Pablo Barragán ist bekanntfür seinen raffinierten Klang, gepaart mit hohemtechnischem Können, Bühnencharisma und einer grenzenlosen Neugierde für dieprogrammatische Gestaltung seiner Auftritte. Er erhielt seine Ausbildungam Konservatorium von Sevilla bei Antonio Salguero und bei Matthias Glander an der Fundación Barenboim-Said in Sevilla. Er ist unter anderem Gewinner des Prix Crédit Suisse Jeunes Solistes 2013.
Pablo Barragán hat mit Orchestern wie dem Bruckner OrchesterLinz, dem Janáček Philharmonic Orchestra, dem Franz Liszt Kammerorchester, demBarcelona Symphony Orchestra, den Hamburger Symphonikern, dem Orquesta Sinfónica de Radio Televisión Española und der Slowakischen Philharmonie unter Dirigentenwie Anja Bihlmaier, István Várdai, Thomas Dausgaard, Daniel Raiskin, Zsolt Hamarund vielen anderen zusammengearbeitet.
Pablo Barragán gehört zu den gefragtesten Klarinettisten und Kammermusikpartnern. Er hat die Ehre, mit wunderbaren Musiker: innen wie Elena Bashkirova, Beatrice Rana, Kian Soltani, Yuliana Avdeeva, Emmanuel Pahud, dem Modigliani Quartett, dem Sitkovetsky Trio, dem Cremona Quartett und dem Schumann Quartett regelmäßig zusammenzuarbeiten. Zu seinen Kammermusikeinladungen gehören Auftritte in der Elbphilharmonie Hamburg, der Philharmonie Köln, dem Konzerthaus Dortmund, dem Rheingau Musik Festival, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Classiche Forme, dem Martha Argerich Festival, der Wigmore Hall London und der Tonhalle Zürich.
mehr...
In der Saison 2025/26 wird Pablo Barragán mehrere Solokonzerte mit Orchester geben. Soeröffnet er die Saison des Kölner Kammerorchesters unter der Leitung von Christoph Poppen mit gleich zwei Klarinettenkonzerten: Hartmanns Kammerkonzert und Mozarts Klarinettenkonzert. Weitere Orchesterengagements folgen mit den Baden-Baden Philharmonikern, dem Orquesta Sinfónica de Castilla y León unter der Leitung von Vasily Petrenko, dem Janáček Philharmonic Ostrava unter der Leitung von Tania Miller, dem NFM Leopoldinum Orchester Wrocław unter der Leitung von Michael Collins, und dem Franz Liszt Kammerorchester auf Tournee in Südamerika.
Alsgefragter und beliebter Kammermusiker wird er gemeinsam mit dem Modigliani Quartett inder Elbphilharmonie Hamburg und in der Alten Oper Frankfurt auftreten, gemeinsammit dem Jerusalem Chamber Music Festival Ensemble in Cremona beim Stradivari Festival und in Maribor zu hören sein. Verbunden mit seiner zuletzt erschienenen Aufnahme „Balagan“, die unter internationalen Musikkritikern sehr beliebtist, ist er gemeinsam mit Noa Wildschut und Amadeus Wiesensee zu Gast im Brucknerhaus Linz, dem Lugano Arts Centre und in der Wigmore Hall London.
Pablos Neugier und kreativer Geistspiegelnsich auch in seinen jüngsten zwei veröffentlichten Aufnahmen, „Szinergia“ und „Balagan“. „Balagan“, erschienen im Juli 2024 beiAccentus Label, setzt ein Fokus auf Werke jüdischer Komponisten des 20. Jahrhunderts, darunter Paul Schoenfield, Ernest Bloch, Claude Vivier und Darius Milhaud.„Szinergia“, erschienen im Oktober 2024, präsentiert Pablos erste Aufnahme mit Kammerorchester, in diesem Fall dem Franz Liszt Kammerorchester. Im Mittelpunktder Aufnahme stehen Hartmanns Kammerkonzert und spannende Arrangements von Bartóks Rumänischen Tänzen, Weiners Divertimento, Kodálys Doppeltanz und Paco de Lucias „Callejón del Muro“.
Seit 2020 ist Pablo Barragán als Professor an der Barenboim-Said Akademie in Sevilla und beizahlreichen Meisterkursen wie beispielsweise in der Escuela Superior de Música Reina Sofía in Madrid tätig. Er ist ausgewählter Künstler des Klarinettenherstellers Buffet Crampon und spielt ein Instrument des Modells RC Prestige
Maja Bogdanović
Cello
Die in Serbien geborene Cellistin Maja Bogdanović gab ein herausragendes Rezital, das durch eine ungewöhnliche klangliche Schönheit von eigenständigem Charakter, interpretatorische Reife und technische Sicherheit überzeugte.
— Dennis Rooney, The Strad
„Die Cellistin Maja Bogdanović ist echt: eine wahre, tief empfundene Künstlerin mit einem unverblümt expressiven Klang, die viel zu zeigen hat, dabei jedoch niemals prätentiös wirkt.“
— New York Concert Review
Nach ihrem beeindruckenden Rezital-Debüt in der Weill Hall der Carnegie Hall lobte The Strad Maja Bogdanović für „eine herausragende Darbietung von außergewöhnlicher klanglicher Schönheit und großer interpretatorischer Reife“. Seitdem hat sie sich einen festen Platz unter den führenden Cellistinnen und Cellisten unserer Zeit erarbeitet.
Zu ihren Konzertengagements zählen Auftritte mit dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Tokyo Philharmonic, dem Minas Gerais Symphony Orchestra, dem Münchener Kammerorchester, der Belgrader Philharmonie, der Berliner Symphoniker sowie dem Rundfunk-Sinfonieorchester Slowenien. In den USA debütierte Maja Bogdanović 2017 beim Grand Teton Music Festival unter der Leitung von Cristian Măcelaru. Weitere Auftritte führten sie u. a. zum Fort Worth Symphony Orchestra, Spokane Symphony, Lubbock Symphony, Portland Symphony, Columbus Symphony und Princeton Symphony.
mehr...
Als leidenschaftliche Kammermusikerin ist Maja Bogdanović regelmäßiger Gast bei renommierten Kammermusikfestivals und an bedeutenden Spielstätten weltweit, darunter das Kuhmo Festival in Finnland, die Amsterdamse Cello Biënnale, das Festival de Radio France et Montpellier, die Folle Journée in Nantes, das Storioni Festival sowie das Stift International Chamber Music Festival in den Niederlanden. Dabei musizierte sie mit Künstlern wie Martha Argerich, Yuri Bashmet, Julian Rachlin, Nino Gvetadze, Daniel Rowland, Nemanja Radulović und Marianna Shirinyan.
Maja Bogdanović hat mehrere international veröffentlichte CDs bei den Labels Lyrinx und Nimbus eingespielt. Ihre Rezital-CD „Eastern Wind“ (Orchid Classics), gemeinsam mit der Pianistin Maria Belooussova und Werken von Glière und Rachmaninow gewidmet, erhielt begeisterte Kritiken. Ihre jüngste CD-Veröffentlichung „Pas de deux“ (Challenge Records) mit dem Geiger Daniel Rowland enthält Weltersteinspielungen von Werken Pendereckis, Vasks’, Sollimas und Nisinmans und wurde von der niederländischen Tageszeitung NRC Handelsblad als „magische Begegnung von Cello und Violine“ bezeichnet.
Innerhalb ihres breit gefächerten Repertoires widmet Maja Bogdanović der zeitgenössischen Musik einen besonderen Stellenwert. Sie brachte Werke u. a. von Nicolas Bacri, Sofia Gubaidulina, Krzysztof Penderecki, Philip Sawyers, Eric Tanguy, Benjamin Yusupov, Natasha Bogojević und Isidora Žebeljan zur Uraufführung. Ihre Zusammenarbeit mit Krzysztof Penderecki begann 2008 mit der Belgrader Philharmonie und setzte sich mit der Slowenischen Philharmonie in Ljubljana fort, wo sie sein Zweites Cellokonzert unter der Leitung des Komponisten selbst aufführte. Es folgten weitere gemeinsame Projekte, unter anderem mit dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Orchestre National des Pays de la Loire und der Krakauer Philharmonie.
Als eine von wenigen weltweit führenden Künstlerpersönlichkeiten – darunter Lorin Maazel und Anne-Sophie Mutter – wurde sie zu besonderen Konzerten in Warschau und Krakau anlässlich des 80. und 85. Geburtstags von Maestro Penderecki eingeladen. 2019 nahm Maja Bogdanović Pendereckis Zweites Cellokonzert unter der persönlichen Anleitung des Komponisten für das Label DUX auf.
Maja Bogdanović ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe. Sie gewann den Ersten Preis beim dritten Aldo-Parisot-Cellowettbewerb in Südkorea sowie den Zweiten Preis und den Publikumspreis beim Internationalen Gaspar-Cassadó-Wettbewerb in Tokio. Zudem erhielt sie den Sonderpreis beim Concours Rostropovitch in Paris.
Geboren in Belgrad, Serbien, begann Maja bereits in sehr jungem Alter mit dem Cellospiel und studierte bei Professorin Nada Jovanović in Zemun. Sie schloss ihr Studium mit einem Ersten Preis am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris ab und absolvierte dort ihr Aufbaustudium bei Michel Strauss; zusätzlich studierte sie Kammermusik bei Itamar Golan und Pierre-Laurent Aimard. Anschließend setzte sie ihre Ausbildung an der Universität der Künste Berlin bei Professor Jens Peter Maintz fort und arbeitete außerdem mit Bernard Greenhouse, Alban Gerhardt und Heinrich Schiff.
Ihr Instrument wurde speziell für sie vom französischen Geigenbauer Frank Ravatin gefertigt. Maja Bogdanović lebt in Amsterdam mit ihrem Partner, dem Geiger Daniel Rowland, und ihrer gemeinsamen Tochter Lily.
Claude Frochaux
Cello + Künstlerische Leitung
Der in Turin geborene schweizerisch-italienische Cellist Claude Frochaux studierte in seinem Heimatland sowie in Essen, Madrid und Frankfurt, wo er bei Michael Sanderling sein Diplom und sein Konzertexamen mit der Höchstnote in der Solistenklasse abschloss.
Solo- und Kammermusikkonzerte führten ihn neben Italien und anderen europäischen Ländern auch nach Nord- und Südamerika, Indien und China mit Auftritten in den renommiertesten Sälen. Als gefragter und leidenschaftlicher Kammermusiker ist er regelmäßig zu Gast bei Festivals wie Enescu Bukarest, Oxford, Schleswig-Holstein oder Kuhmo Finnland.
Frochaux arbeitete mit Komponist*innen wie Pēteris Vasks, Krzysztof Penderecki, Sally Beamish und Arvo Pärt zusammen, der über ihn schrieb: „Ich schätze das Talent und die Fähigkeiten von Herrn Frochaux als Cellist sehr … Ich war sehr beeindruckt von seiner Interpretation meiner Werke.“
mehr...
Über die Künstlerische Leitung des Kammermusikfestes Sylt hinaus ist er außerdem Gründer der MUSICA+ in Frankfurt am Main, ein musikalisches Konzept, das mit Kammer-, Schul- und Kinderkonzerten sowie Workshops ganz unterschiedliche Menschen an klassische Musik heranführen will. Claude Frochaux unterrichtet am Leopold Mozart Zentrum der Universität Augsburg.
Er spielt ein Cello von G. F. Celoniato aus Turin von 1720.
Yuval Gotlibovich
Viola
Der Bratschist Yuval Gotlibovich ist bekannt für seine brillante Technik, seine kraftvolle Bühnenpräsenz und die tiefgehenden interpretatorischen Einsichten, die er in ein breit gefächertes und vielseitiges Repertoire einbringt.
Als einer der gefragtesten Bratschisten seiner Generation tritt er regelmäßig als Solist und Rezitalist auf und ist ein gern gesehener Gast bei bedeutenden Musikfestivals und an renommierten Spielstätten in ganz Europa. Nach intensiven Studien bei Atar Arad, Anna Rosnovsky und Lilach Levanon wurde er mit zahlreichen ersten Preisen bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet, darunter beim International Lionel Tertis Viola Competition (Großbritannien), dem Aviv-Wettbewerb (Israel) sowie dem Fischoff Chamber Music Competition (USA).
Er konzertierte als Solist mit dem Jerusalem Symphony Orchestra, dem Tel Aviv Soloists Ensemble, dem Texas Festival Orchestra und dem Ostrobothnian Chamber Orchestra. In der Kammermusik arbeitete er mit weltweit renommierten Künstlerinnen und Künstlern wie Menahem Pressler, Marc-André Hamelin, George Pludmacher, Nobuko Imai, Natalia Gutman, János Starker, Gary Hoffman und Mischa Maisky zusammen. Darüber hinaus trat er in Rezitalen in der Wigmore Hall in London sowie im Kennedy Center in Washington auf. Er ist regelmäßiger Gast bei führenden europäischen Kammermusikfestivals.
mehr...
Yuval Gotlibovich arbeitete mit Komponisten wie Krzysztof Penderecki, Henri Dutilleux und Sofia Gubaidulina zusammen und brachte Bratschenkonzerte zur Uraufführung, die ihm von Alexandre Eisenberg und Justin Merritt gewidmet wurden. Zudem kollaborierte er mit Ensembles für Neue Musik wie Ensemble Modern, Calisto, Meitar, BCN216 und Ictus. Als Komponist führte ihn seine Leidenschaft für die Verbindung von Interpretation, Komposition und Improvisation zur Schaffung origineller Live-Musik, die Stummfilme der frühen Filmgeschichte begleitet. Seine Bearbeitungen von 13 Variationen über Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen in unterschiedlichen musikalischen Stilen sind auf einer von der Kritik gefeierten CD bei Sony Classical erschienen.
Seine Violinsonate wurde im November vergangenen Jahres in der Bunka Kaikan in Tokio von Nobuko Imai und Izumi Tateno uraufgeführt. Sein Debüt-Soloalbum bei NAXOS mit Bratschenwerken von Ramon Paus erreichte im Dezember 2016 Platz 6 der weltweiten NAXOS-Verkaufscharts.
Weitere Einspielungen erschienen bei XXI Records, darunter die Ersteinspielung von Jean Françaix’ „Rhapsodie für Viola und Klavier“ in der Originalfassung.”
Er ist außerdem auf Verso Records mit Ersteinspielungen von Kammermusik Fabian Panisellos und bei Raster Noton mit Ensemble Modern, Alva Noto und Ryuichi Sakamoto vertreten sowie beim Label JMC mit Kammermusik von Mark Kopitman.
Seine Konzerte werden weltweit von Rundfunkanstalten wie der BBC (Großbritannien), CBC (Kanada), IBA (Israel), Radio France, Deutschlandfunk (Deutschland) und NPR (USA) ausgestrahlt.
Natacha Kudritskaya
Klavier
Natacha Kudritskaya wurde 1983 in Perm im Ural geboren. Ihre Eltern, beide Musiker, ermutigten sie früh zum Klavierspiel. Sie studierte in Kiew, zunächst an der Lysenko-Schule und anschließend an der Nationalen Musikakademie Tschaikowsky. Ab 2003 arbeitete sie mit dem Pianisten Alain Planès am Pariser Konservatorium; 2007 wurde sie in den Aufbaustudiengang des Konservatoriums aufgenommen, um bei Jacques Rouvier zu studieren. Darüber hinaus setzt sie ihre künstlerische Arbeit in Zusammenarbeit mit den Pianisten Ferenc Rados und Elisabeth Leonskaja fort.
Natacha fühlt sich beim Spiel französischer Musik „sehr zu Hause“. 2009 wurde sie mit dem Grand Prix der Safran Foundation for Music ausgezeichnet und in das Förderprogramm Génération Spedidam aufgenommen. Sie gewann den ersten Preis beim Vibrarté International Music Competition sowie den Robert-Casadesus-Preis für ihre Interpretation französischer Musik.
Besonders verbunden fühlt sie sich der Musik von Bach, Rameau und Couperin sowie dem romantischen Repertoire. Sie hat Werke von Rameau, Berio und Ravel eingespielt. Ihre CD mit Suiten von Rameau auf einem modernen Yamaha-Flügel wurde von der Kritik hoch gelobt.
mehr...
Luciana Mancini
Mezzosopran
Die chilenisch-schwedische Mezzosopranistin Luciana Mancini ist international gefragt für ihre intensive Bühnenpräsenz und ihre große vokale Ausdruckskraft in einem Repertoire, das von der Renaissance und dem Barock bis zu Berio und Piazzolla reicht.
In der Spielzeit 2025/26 wird sie mit Il Pomo d’Oro und Francesco Corti in einem Monteverdi-Programm sowie auf Tournee mit Bachs Johannespassion zu erleben sein. Außerdem tritt sie in Händels Messiah mit dem Montreal Symphony Orchestra unter der Leitung von Rafael Payare auf. Weitere Höhepunkte sind mehrere Auftritte in Europa mit Christina Pluhar und L’Arpeggiata, ein Konzert beim Oxford Chamber Music Festival sowie Kooperationen mit La Ritirata und dem Bach Consort Wien.
In den vergangenen Spielzeiten war sie am Theater Bonn in den Titelrollen von La Cenerentola, Händels Serse und Piazzollas Maria de Buenos Aires zu erleben. Am MusikTheater an der Wien sang sie ebenfalls ihre Paraderolle der Maria, wirkte in Combattimenti, einem neuen Pasticcio mit Musik von Monteverdi, mit und verkörperte Melissa in Francesca Caccinis La Liberazione. Sie arbeitete mit Sasha Waltz in Produktionen von Monteverdis Orfeo und Purcells Dido and Aeneas zusammen und sang Messaggiera/Orfeo mit Christina Pluhar bei den Mozartwochen Salzburg sowie Ottavia/Virtù in Ted Huffmans gefeierter Inszenierung von L’incoronazione di Poppea mit der Nederlandse Reisopera. Mit Le Poème Harmonique trat sie als Nerone in L’incoronazione di Poppea in Bogotá auf.
mehr...
Ihre Opernengagements führten sie an renommierte Häuser und Festivals wie die Staatsoper Berlin, das Teatro Real Madrid, die Opéra Comique Paris, das Drottningholm Festival, die De Nationale Opera Amsterdam, das Festspielhaus Baden-Baden, das Grand Théâtre de Luxembourg, die Opéra de Lille, nach Bergen sowie zur Gulbenkian-Stiftung in Lissabon. Dort übernahm sie u. a. Rollen wie Annio in La clemenza di Tito, Proserpina/Euridice/Musica/Messaggiera in Monteverdis L’Orfeo, Zaida in Rossinis Il turco in Italia, Panthalis in Mefistofele sowie Volupia und Didone in Cavallis Egisto. Mit dem Budapest Festival Orchestra und Iván Fischer wirkte sie an verschiedenen Konzert- und Opernprojekten mit, darunter Werke von Monteverdi und Ravel.
Auch als Konzertsängerin ist Luciana Mancini äußerst gefragt. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Pablo Heras-Casado, Raphaël Pichon, Jordi Savall, René Jacobs, Jean-Christophe Spinosi, Jan Willem de Vriend, Václav Luks und Juanjo Mena zusammen und trat mit Ensembles und Orchestern wie dem Melbourne Symphony Orchestra, dem Rotterdam Philharmonic Orchestra, den Oslo Philharmonic, dem Queensland Symphony Orchestra, dem Freiburger Barockorchester, den Bergen Philharmonic, dem Bilbao Symphony Orchestra, Ensemble Pygmalion, O/Modernt, dem Orchestra of the 18th Century, Les Nouveaux Caractères, Collegium 1704, dem Residentie Orkest und dem Noord Nederlands Orkest auf, u. a. in der Elbphilharmonie Hamburg, bei den Händelfestspielen Halle, den Musikfestspielen Sanssouci Potsdam sowie bei den Festivals La Chaise-Dieu und Sablé.
Zu den jüngsten Veröffentlichungen ihrer umfangreichen Diskografie zählen Vivaldis Juditha triumphans mit dem Ensemble Lorenzo da Ponte und Roberto Zarpellon sowie Maria de Buenos Aires mit dem Beethoven Orchester Bonn unter Christoph Sprenger, erschienen beim Label Capriccio.
Matan Porat
Klavier
Der von der New York Times für den „großartigen Klang und die Expressivität seine spiels“ gerühmte Pianist und Komponist Matan Porat ist bisher in berühmten Konzertsälen, wie etwa der Berliner Philharmonie, der Carnegie Hall in New York, dem Pariser Auditorium du Louvre sowie der Salle Gaveau, der Wigmore Hall in London und der Alten Oper Frankfurt sowie mit Orchestern wie etwa dem Chicago Symphony Orchestra, dem Israel Philharmonic, dem Nationalen Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks, der Sinfonia Varsovia, dem RTÉ National Symphony Orchestra, der Geneva Camerata, dem SWR Symphonieorchester, dem Philharmonischen Orchester Helsinki sowie der Hong Kong Sinfonietta in Erscheinung getreten, jeweils unter der Leitung von solch renommierten Dirigenten wie etwa Pierre Boulez, Daniel Barenboim, András Keller, Susanna Mälkki, Ludovic Morlot, François-Xavier Roth sowie Ilan Volkov.
Matan Porat ist bekannt für seine einzigartigen, als musikalische Erzählungen gestalteten Programme; sein vielseitiges Konzertrepertoire reicht von allen Bach-Partiten über sämtliche Schubert-Sonaten sowie Charles Ives‘ Concord Sonata bis hin zu Ligetis Klavierkonzert. Seine bei Mirare erschienene Debüt-CD, „Variations on a Theme by Scarlatti“ (Variationen über ein Thema von Scarlatti) – ein 65-minütiges Programm mit Werken von Couperin bis Boulez, welche sämtlich in Beziehung zu Scarlattis d-Moll-Sonate K 32 stehen – wurde von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gefeiert als „ein phantastisches Album, man muss es wieder und wieder hören“. Seine nachfolgenden CDs, „Lux“, ein visionäres Programm zum Thema „Licht“ im Tagesverlauf, von der Morgendämmerung bis zum Anbruch der Nacht, sowie „Carnaval“, mit einem Programm rund um Robert Schumanns Klavierzyklus Carnaval op. 9, wurden jeweils mit der höchsten Auszeichnung der französischen Musikzeitschriften Diapason sowie Classica bedacht.
mehr...
Porat ist gern gesehener Gast bei den Festivals in Marlboro und Ravinia, dem Kammermusikfest Lockenhaus, dem Festival Hohenems, bei der Folle Journée, dem Verbier Festival, dem Internationalen Klavierfestival in La Roque-d’Anthéron, beim Heidelberger Frühling, dem Rheingau Musik Festival, dem Festival Piano aux Jacobins sowie dem Musikfest Berlin. Als begeisterter Kammermusiker konzertierte er bisher unter anderen mit dem Artemis Quartett, dem Cuarteto Casals sowie dem Ysaÿe-, Pacifica-, Modigliani-, Schumann- und Jerusalem-Quartett.
Seine Leidenschaft für das Theater führte zu einer Zusammenarbeit mit dem legendären Regisseur Peter Brook bei einer Tournee mit dessen Fassung von Mozarts Zauberflöte für Klavier und sieben Sänger; Matan Porat wirkte zudem an Produktionen des Balletts am Rhein der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf sowie der Musiktheatergruppe Nico and the Navigators im Brüsseler Bozar und am Berliner Konzerthaus mit. Porat improvisiert auch Begleitmusik für Stummfilme, was von Alex Ross (The New Yorker) als „eine atemberaubende Leistung kreativer Musikalität“ gepriesen wurde.
Matan Porat wurde in Tel-Aviv geboren und studierte bei Emanuel Krasovsky, Maria João Pires und Murray Perahia. Seinen Masterabschluss machte er an der Juilliard School. Er studierte Komposition bei Ruben Seroussi und George Benjamin.
Nicolas Altstaedt, Avi Avital, David Greilsammer, Vladimir Jurowski, Kim Kashkashian, Maria João Pires, Andreas Scholl, das Cuarteto Casals, das Dover-Quartett sowie das Ensemble United Berlin und das Jerusalemer Sinfonieorchester gaben bei Matan Porat Kompositionen in Auftrag. Zu seinen Werken zählen zwei Opern, vier Streichquartette, ein Requiem sowie ein Mandolinenkonzert.
Daniel Rowland
Violine
„In einer Zeit, in der es oft schwerfällt, die individuellen Klangfarben der führenden Geiger voneinander zu unterscheiden, klingt Rowland wirklich wie niemand sonst.“
— Charlotte Gardner, Gramophone
„Glorios … von betörender Raffinesse.“
— Tim Ashley, The Guardian
Das Spiel des niederländisch-britischen Geigers Daniel Rowland wurde von The Guardian als „wunderbar, von betörender Raffinesse“ gefeiert, vom NRC Handelsblad als „zugleich nackt und hochvirtuos“ beschrieben, während The Herald seinen „erstaunlichen Klang und die einzigartige, kompromisslose Intensität“ lobte.
Daniel hat sich international als äußerst vielseitiger, charismatischer und abenteuerlustiger Künstler mit einem weitgespannten Repertoire etabliert. In den vergangenen Spielzeiten trat er mit Orchestern von Tromsø im Norden Norwegens bis Kapstadt auf und spielte Konzerte von Beethoven und Brahms bis hin zu Elgar, Berg, Korngold, Weinberg, Prokofjew und Schnittke. Dabei arbeitete er mit renommierten Dirigenten wie Heinz Holliger, Jaap van Zweden, François-Xavier Roth, Lawrence Foster, Anthony Hermus, Rossen Milanov und Andrey Boreiko zusammen. Mit großer Leidenschaft setzt er sich für zeitgenössische Komponisten ein und ist ein engagierter Fürsprecher für Violinkonzerte von Vasks, Lindberg, Glass, Saariaho und Van der Aa. Zahlreiche Werke wurden Daniel gewidmet, darunter Isidora Žebeljans Violinkonzert Three Curious Loves, Roxana Panufniks Songs of Love and Friendship (Uraufführung mit dem Niederländischen Rundfunkchor im Concertgebouw) sowie Pēteris Vasks’ Sonate für Violine solo.
mehr...
Im September 2020 erschien Daniels CD Distant Light bei Challenge Records mit Violinkonzerten von Pēteris Vasks, live aufgenommen beim Stiftfestival 2019 in Anwesenheit des Komponisten („Eine wunderschöne Ode an Vasks – reich an Spannung und Magie“, NRC Handelsblad). Seine jüngste Veröffentlichung ist die vielgelobte Einspielung von Max Richters The Four Seasons mit dem Stift Festival Orchestra. In den kommenden Monaten erscheinen weitere CDs mit Musik von Osvaldo Golijov, Pēteris Vasks und Isidora Žebeljan.
Als leidenschaftlicher Kammermusiker trat Daniel mit Künstlerpersönlichkeiten so unterschiedlicher Prägung wie Ivry Gitlis, Heinz Holliger, Gilles Apap, Anna Fedorova, Alexander Lonquich, Nino Gvetadze, Michael Collins, Nicolas Daniel, Vladimir Mendelssohn, Lars Vogt, Alberto Mesirca, Willard White und Elvis Costello auf. Er ist regelmäßiger Gast bei bedeutenden internationalen Kammermusikfestivals wie Kuhmo, Stellenbosch, Risør, Sonoro, Rio de Janeiro, Chiemgau und Osnabrück. Besonders hervorzuheben sind seine gefeierten Duo-Partnerschaften mit der Pianistin Natacha Kudritskaya („eine perfekte Partnerschaft“, BBC Music Magazine) sowie mit der Cellistin Maja Bogdanović. Ihre jüngste Duo-CD Pas de deux (Challenge Records) enthält fünf Weltersteinspielungen und wurde vom NRC Handelsblad als „magische Begegnung von Violine und Cello“ bezeichnet. Darüber hinaus ist Daniel Gründungsmitglied eines innovativen Tango-Quintetts mit dem Bandoneon-Virtuosen und Komponisten Marcelo Nisinman („ein Ensemble mit Sprengkraft“, Süddeutsche Zeitung).
Im Jahr 2005 gründete Daniel in der ländlichen Region Twente im Osten der Niederlande, wo er aufwuchs, das Stift International Music Festival mit der Stiftkerk aus dem 15. Jahrhundert als Hauptspielstätte. Das Festival erlangte Anerkennung für seine besondere Intimität, Abenteuerlust und Atmosphäre. Zwölf Jahre lang war Daniel Primarius des Brodsky Quartet, mit dem er weltweit konzertierte und zahlreiche Aufnahmen machte, darunter den vielbeachteten Schostakowitsch-Zyklus. Er unterrichtet am Royal College of Music in London.
Daniel wurde in London geboren und begann seinen Violinunterricht in Enschede, nachdem seine Eltern nach Twente gezogen waren. Er studierte bei Jan Repko, Davina van Wely, Herman Krebbers, Viktor Liberman und Igor Oistrach. Die Begegnung mit Ivry Gitlis im Jahr 1995 war von großer Bedeutung und führte zu Unterricht in Paris sowie später zu musikalischen Kooperationen. Zu seinen Wettbewerbserfolgen zählen der Erste Preis beim Oskar-Back-Wettbewerb 1995 im Concertgebouw Amsterdam sowie der Brahms-Preis in Baden-Baden. Seine Violine stammt von Lorenzo Storioni (Cremona 1796), sein Bogen ist ein Maline, der ihm freundlicherweise von der Dutch Instrument Foundation zur Verfügung gestellt wird.
Mi-Sa Yang
Violine
Die Geigerin koreanischer Herkunft Mi-Sa Yang ist in Osaka, Japan, geboren und aufgewachsen. Mi-Sa wurde am Pariser Konservatorium im Fach Kammermusik aufgenommen, nachdem sie ihr Studium bei Olivier Charlier und Jean-Jacques Kantorow im Postgraduiertenprogramm „Violin Concert Artist“ abgeschlossen hatte.
Mi-Sa hat bei verschiedenen internationalen Wettbewerben Preise gewonnen: Preis beim Internationalen Yehudi-Menuhin-Wettbewerb für junge Geiger im Jahr 2000, den 3. Preis und den Sonderpreis der Jury beim Internationalen Musikwettbewerb in Sendai (Japan) im Jahr 2001 und den 1. Preis im Klaviertrio beim 55. Internationalen Maria-Canals-Musikwettbewerb in Barcelona im Jahr 2009.
Seit ihrem Orchesterdebüt im Alter von 12 Jahren in Japan hat sie mit so renommierten Orchestern wie der Sinfonia Varsovia, dem Suk Chamber Orchestra, den London Mozart Players, dem Sendai Philharmonic Orchestra, dem Tokyo Symphony Orchestra, dem New Japan Philharmonic, dem Osaka Philharmonic Orchestra, dem Kyoto Symphony Orchestra, dem Kansai Philharmonic Orchestra, dem Century Orchestra Osaka u. a. musiziert. Für ihre Interpretationen wird sie von Kritikern und Publikum gleichermaßen hoch geschätzt.
Darüber hinaus hat Mi-Sa Yang stets versucht, ihr Talent als Kammermusikerin zu kultivieren. So gründete sie mit Adam Laloum und Victor Julien-Laferrière das Trio Les Esprits und ist seit 2014 Mitglied des Ardeo Quartetts. Sie konzertierte unter anderem im Concertgebouw Amsterdam, im Wiener Konzerthaus, in der Philharmonie de Paris, in der Kölner Philharmonie, im Théâtre des Champs-Elysées, beim Klavier- Festival Ruhr, bei der Folle Journée de Nantes, bei der Folle Journée in Japan, in La Roque d’Anthèron, bei den Fêtes musicales en Touraine, beim Deauville Easter Festival, bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und bei Kuhmo (Finnland) Chamber Music.
Die beiden CDs des Trios Les Esprits, die 2014 und 2017 bei Mirare erschienen sind, wurden von der Kritik hochgelobt. Ihre neue CD, die Schubert gewidmet ist, ist 2019 bei Sony Music erschienen.
mehr...
Cecilia Ziano
Violine
Die italienische Geigerin Cecilia Ziano genießt eine vielseitige internationale Karriere. Besonders geschätzt für ihre ausdrucksstarken Interpretationen, hat sie dank ihrer Musikalität und Neugier Bühnen auf der ganzen Welt betreten – in verschiedenen Rollen: als Solistin, als leidenschaftliche Kammermusikerin und als Konzertmeisterin im Play/Direct-Stil mit zahlreichen Orchestern.
Als Konzertmeisterin arbeitet sie mit dem Rotterdams Philharmonisch Orkest, der Kammerakademie Potsdam, der Münchener Kammerorchester, dem Scottish Chamber Orchestra, der Mahler Chamber Orchestra, dem Antwerp Symphony Orchestra, dem Concertgebouw Orkest und dem Orchestre de la Suisse Romande zusammen. Seit 2014 ist sie Primaria des Lyskamm-Quartetts.
Nach ihrem Studium bei Heime Müller in Lübeck und der European Chamber Music Academy (ECMA) gewann das Quartett zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben: den 1. Preis beim „Possehl Wettbewerb“, den 2. Preis sowie einen Sonderpreis beim Wettbewerb „Schubert und die Moderne“ in Graz, den 1. Preis beim Wettbewerb „G. Bergamo“ in Lugano sowie den renommierten Borletti-Buitoni-Trust-Sonderpreis für Kammermusik 2016, der Claudio Abbado gewidmet ist und dem Quartett eine internationale Karriere eröffnete.
2016 war das Quartett in Residenz bei den „Amici della Musica di Padova“ und ist nun Quartett in Residenz in Rom für die nächsten drei Jahre bei der „Filarmonica Romana“, wo sie die Quartette von Beethoven (Op. 18) und Bartók aufführen.
Regelmäßig treten sie bei der Società del Quartetto di Milano, Lingotto Musica in Turin, Musica Insieme Bologna, den Amici della Musica in Florenz, dem Brahms-Festival in Hamburg und ProQuartet in Paris auf. Sie waren auch in Residenz beim Aldeburgh Music Festival im Vereinigten Königreich. Kürzlich gaben sie ein Konzert und Masterclasses an der Universität Oxford, Fakultät für Musik. Regelmäßige Gäste sind sie auch bei Rai Radio 3 Classica. Im Januar 2019 erschien ihr erstes Album, das den Quartetten von B. Bartók gewidmet ist.
mehr...
Cecilia interessiert sich auch sehr für das barocke und klassische Repertoire. Sie arbeitete und studierte mit Federico Guglielmo, Lorenzo Coppola und dem Projekt Spira Mirabilis, tourte mit Sergio Azzolini durch Dänemark und vertiefte mit ihrem Quartett die klassische und romantische Sprache in enger Zusammenarbeit mit Clive Brown.
Musikalisch entscheidend für Cecilia waren Begegnungen mit Ferenc Rados, dem Cuarteto Casals, Bruno Giuranna, Guy Braunstein, Boris Garlitzky, Eberhard Feltz und dem Spira Mirabilis Projekt.
Sie wird von der Dutch Musical Instruments Foundation unterstützt und unterrichtet Violine sowie Meisterklassen an der Accademia di Musica di Pinerolo und im Sommerkurs „I Musici di Parma“ in Salsomaggiore Terme.
2022 debütierte ihr Soloalbum für KHA Records, „Waiting for Paganini“, sowohl mit Barock- als auch mit modernen Violinen.
Geboren in einem kleinen Dorf nahe Turin, begann sie im Alter von vier Jahren bei Maestro Fabrizio Pavone mit der Suzuki-Methode Violine zu lernen. Sie schloss ihr Studium am Konservatorium von Turin bei Christine Anderson ab, während sie ab ihrem 11. Lebensjahr bei Dora Schwarzberg und Adrian Pinzaru an der Accademia di Musica di Pinerolo studierte.
Sie beendete ihre Studien in Berlin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ bei Kolja Blacher und in Cremona bei Salvatore Accardo.
Noa Wildschut
Violine
„Ein Wunder an Musikalität, originell, spontan, immer frei.“
– Süddeutsche Zeitung
Die niederländische Geigerin Noa Wildschut (2001) ist erst 24 Jahre alt, hat aber bereits ihren Platz in der internationalen klassischen Musikszene eingenommen. Im Alter von sechs Jahren spielte sie live im niederländischen Fernsehen im Rahmen des “Kinderprinsengrachtconcert 2007” in Amsterdam, ein Jahr später gab sie ihr Debüt im großen Saal des Concertgebouws in Amsterdam. Seit September 2016 ist sie Exklusivkünstlerin bei Warner Classics.
Im Laufe der Jahre hat sich Noa einen beachtlichen Ruf aufgebaut und wird regelmäßig zu Festivals, Rezitalen und Solokonzerten mit Orchestern im In- und Ausland eingeladen. Sie musiziert mit inspirierenden Musikern wie Janine Jansen, Menahem Pressler, Anne-Sophie Mutter, Daniel Müller-Schott, Pablo Ferrández, Amihai Grosz, Timothy Ridout, Kian Soltani, Nils Mönkemeyer, Igor Levit, Enrico Pace, Arthur und Lucas Jussen, sowie mit ihrer Duo-Rezitalpartnerin, der Pianistin Elisabeth Brauß.
Noa arbeitet mit Orchestern wie dem Tonhalleorchester Zürich, Royal Philharmonic Orchestra, Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, Pittsburgh Symphony Orchestra, Royal Scottish National Orchestra, Royal Liverpool Philharmonic, Konzerthausorchester Berlin, Gürzenich Orchester Köln, Bamberger Symphoniker, Deutsches Symphonieorchester Berlin, Buenos Aires Philharmonic, Orquesta Sinfónica Nacional de Colombia, Orchestre Symphonique de Québec, Stuttgarter Philharmoniker, Staatsorchester Stuttgart, Netherlands Radio Philharmonic Orchestra, Rotterdam Philharmonic Orchestra, Residentie Orkest The Hague, Netherlands Philharmonic Orchestra, Netherlands Chamber Orchestra, Concertgebouw Chamber Orchestra, Camerata Salzburg, Kremerata Baltica, Kammerorchester des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, Luzerner Sinfonieorchester, Sinfonieorchester Liechtenstein, Orquestra Sinfônica de João Pessoa in Brazil und Orquesta Sinfónica de Guayaquil in Ecuador, in Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Manfred Honeck, James Gaffigan, Michael Sanderling, Vasily Petrenko, Anja Bihlmaier, Nicholas Collon, Elim Chan, Patrick Hahn, Matthias Pintscher, Fabien Gabel und Ariel Zuckermann.
mehr...
Noa ist bereits Preisträgerin zahlreicher Auszeichnungen und hat den ersten Preis beim Internationalen Violinwettbewerb Louis Spohr in Weimar (im Alter von 9), den ersten Preis beim Iordens Violinwettbewerb in Den Haag (im Alter von 10) und den Concertgebouw Nachwuchspreis 2013 (im Alter von 11) gewonnen. Letztes Jahr sie erhielt die Anton Kersjes-Violinestipendium 2017 (im Alter von 16). Noa erhält den WEMAG-Solistenpreis 2018 der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Noa wurde von der European Concert Hall Organisation zum “ECHO Rising Star” für die Saison 2019-20 gewählt; deshalb tourt sie durch Europa und besucht die großen Konzerthallen. Noa hatte die Ehre, künstlerische Leiterin des Festspiefrühling Rügen 2023 im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern zu sein.
Noa begann ihren Violinunterricht im Alter von 4 Jahren bei Coosje Wijzenbeek und vom 2013 bis 2018 studierte Noa bei Professor Vera Beths an der Musikhochschule Amsterdam. Kürzlich hat Noa ihr Studium abgeslossen bei Professor Antje Weithaas an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Zusätzlich zu den regulären Kursen besuchte Noa Meisterkurse und Unterricht bei Janine Jansen, Ivry Gitlis, Jaap van Zweden, Menahem Pressler, Frank Peter Zimmermann, Anner Bijlsma und Liviu Prunaru. Vom 2014 bis 2019 war Noa Mitglied der “Mutter Virtuosi” unter der Leitung von Anne-Sophie Mutter, und war sie Stipendiatin der Anne-Sophie Mutter Stiftung.
Noa spielt eine Geige von Giuseppe Guarneri del Gesù bekannt als „Lady Stretton“, Cremona za. 1729 – eine großzügige Leihgabe eines Mitglieds der Stretton Society. Noas Bogen ist ein schöner Léonard Tourte, za.1800, der freundlicherweise von der Stretton Society ausgeliehen wurde.


















